Schweiz 2016

Die Schweiz. Schneebedecktes Gebirge, grellgrüne Wiesen, klare Seen, ganz viel Schokolade und noch ein Dutzend weitere Gründe gibt es für entspannungssuchende Urlauber, die Reise in dieses Land anzutreten. Die Musik war der Grund für unseren Besuch. Natürlich nicht ausschließlich. Natürlich soll auch bei einer Konzertreise das Land selbst von seiner schönsten Seite betrachtet und bewundert werden. Unsere Fahrt fand zwischen dem 29.3. und dem 2.4. statt. Zu Beginn führte die Anreise mit Bus und unserem treuen Busfahrer Charlie durch Freiburg und dessen wunderschöne Innenstadt, wo sich gestärkt, die letzten Schweizer Franken eingetauscht und vor allem unser Dirigent Prof. Stefan Jenzer abgeholt wurden. Nach langer Fahrt endlich angekommen, machte die Schweiz es uns in den folgenden Tagen leicht, sie lieben zu lernen. Wir wurden mit meist strahlendem Sonnenschein und klarer, traumhafter Sicht auf die Alpen mit ihren Schneekappen belohnt. Gute Voraussetzungen, um einige urige Dörfer kennenzulernen. Wir schlenderten durch die Altstadt von Murten zu dessen Stadtmauer und erhielten einen unglaublichen Blick über den Murtener See. Wir fuhren zum historischen Stadtkern von Le Landeron, wo alte, eng aneinander gedrängte Häuser und verzierte Brunnen den Platz idyllisch machen. Wir wurden durch das beeindruckende Schloss von Neuchâtel geführt und besichtigten den naheliegenden archäologischen Park Laténium, in welchem wir in die Geheimnisse der experimentellen Archäologie eingewiesen wurden. Das für viele schönste Erlebnis war allerdings die Schifffahrt ohne jegliche Wolke am Himmel auf dem Züricher See. Aber der Hauptgrund der Reise soll natürlich nicht vergessen werden. Innerhalb der fünf Tage spielten wir drei Konzerte. Am Tag der Schifffahrt wanderten wir wegen eines Konzertes in der St. Jakob Kirche durch Zürich (über Umwege lernt man die Welt kennen…), bei welchem wir Gäste des Schweizer  Mandolinen-Orchester Amando Zürich sein durften. Vermittelt wurde dieses durch Edith Fügli, welche auch mit Thomas Kronenberger, unserem Orchestermanager, die restliche Fahrt mitorganisiert, begleitet und mit ihrer Herzlichkeit die Tage verschönert hat. Bei dem Konzert herrschte eine wundervolle Atmosphäre. Wir wurden freundlich durch die Gastgeber begrüßt, die Akustik der Kirche war hervorragend und das Publikum begeistert. Das Programm bestand aus Werken, welche von unseren Orchestern im Dezember auf CD aufgenommen wurden, unter anderem Kompositionen von Aris Alexander Blettenberg, Yasuo Kuwahara und Raffaele Calace. Das SJGO spielte „Oktoberstern“ von Lars Wüller. Und als krönenden Abschluss präsentierten wir gemeinsam mit dem gastgebenden Orchester das schweizerische Volkslied „Dei obe uf em Bärgli“, was einige der Zuschauer sogar zum Mitsingen bewegte. Vom Publikum wurden besonders Engagement, Leidenschaft und Disziplin hervorgehoben und das Orchester als „beeindruckender Klangkörper“ bezeichnet. Diese Rückmeldungen bestätigen ein durchweg gelungenes Konzert. Auch die beiden anderen Auftritte in Muntelier und in Tramelan waren ein voller Erfolg. Leider trug diese Konzertreise auch den bitteren Beigeschmack von Abschied: Für viele war es durch den in diesem Sommer stattfindenden Generationswechsel die letzte Reise mit dem SJZO/ SJGO. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es für alle Teilnehmenden ein großartiges Erlebnis war. Nein, ich untertreibe. Es war schön. So schön, dass es eigentlich gar nicht zu beschreiben ist.

Charlotte Kaiser

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